SammlungAfrican Art Archive
Cameroon

BamumMasken, Figuren & afrikanische Kunst

124 Objekte in der Sammlung, 115 davon bereits mit vollständigem Dossier.

124 Objekteholz, messing, perlen20. JahrhundertStand: Juni 2026
Erkennungsmerkmale

Sechs Merkmale von Bamum-Arbeiten

  • Aufgeblasenes Wangenvolumen und sphärische Gesichtsgeometrie. Die Bamum-Porträts übertreiben die Wangenprotrusion fast bis zur Abstraktion und erzeugen abgerundete Volumina, die sich von der eckig-kurvigen Synthese der Bamileke und der naturalistischeren Schnitzerei der Bangwa unterscheiden.
  • Helmmasken werden auf dem Kopf und nicht über dem Gesicht getragen. Die Kopfbedeckungen Tu und tu ngünga sitzen auf dem Scheitel und bedecken nicht das Gesicht - eine zeremonielle Grammatik der Foumban, die im Gegensatz zu den Gesichtsmasken der Bamileke und Tikar steht.
  • Architektonische Perlenstickerei, die die Schnitzerei eher hervorhebt als verdeckt. Geometrische Perlenmuster werden über naturalistische Holzformen gelegt, so dass die anatomischen Volumen darunter sichtbar bleiben; das Gegenteil von Bamilekes fast vollständiger Perlenabdeckung.
  • Kupfer- oder messingbeschlagene Wappen auf königlichen Maskerade-Kopfbedeckungen. Die Lage Foumbans an den Fernhandelswegen verschaffte dem Hof Zugang zu Buntmetall; metallische Helmzier ist ein Markenzeichen des Bamumer Hofes.
  • Königliche Ikonographie: zweiköpfige Schlange und Erdspinne. Ndambo (die zweiköpfige Schlange) und Erdspinnenmotive tauchen auf Perlenthronen, Palasttüren und Prestigeobjekten der Bamum auf; beide fehlen bei den königlichen Insignien der Bamileke und Bangwa.
  • Lederüberzogene Helmvarianten mit Textil- und Kaurimuschelüberzug. Bestimmte Exemplare der Kriegergesellschaft umhüllen einen Kern aus Holz oder Korbgeflecht mit Leder, Bast und Kaurimuscheln - eine Konstruktion, die sich von den ganz aus Holz bestehenden Helmtraditionen der Nachbarvölker unterscheidet.
Volks-Dossier

Die Welt der Bamum

Ethnographisch zusammengestellter Kontext — Ritualwelt, Ästhetik, Geschichte. Recherchiert mit multiplen verifizierten Online-Quellen.

Die Bamun sind ein Volk der kamerunischen Grassfields auf dem Noun-Plateau, bekannt für eine hochspezialisierte Handwerkerkaste und die Foumbaner Werkstatt-Tradition mit Kalligraphie und Zeichnung.

Überblick

Das historische Königreich der Bamun (in der französischsprachigen Literatur oftmals als Bamoun, in anglophonen Texten als Bamum bezeichnet) repräsentiert eine der politisch komplexesten und künstlerisch einflussreichsten Kulturen des sogenannten Kameruner Graslandes. Geografisch erstreckt sich ihr Kerngebiet über das weitreichende Noun-Plateau in der heutigen Westregion der Republik Kamerun. Die strategische Verortung des Reiches wird durch natürliche Grenzen definiert: Im Norden und Osten wird das Territorium durch die Flusssysteme des Mbam und des Mape begrenzt, während im Westen und Südwesten der Noun-Fluss eine physische Barriere zu den angrenzenden Ethnien bildet. Diese Topografie verortet die Bamun in einer ökologischen Transitionszone zwischen den dichten äquatorialen Waldgebieten im Süden und den tropischen Savannenlandschaften im Norden, was ein Klima mit zwei unregelmäßigen Jahreszeiten (einer langen Regenzeit und einer kurzen Trockenzeit) bedingt. Aktuelle demografische Erhebungen und Schätzungen beziffern die Population der Bamun auf etwa 420.000 bis 600.000 Individuen, wobei das urbane Zentrum und der historische Königssitz, die ummauerte Stadt Foumban (historisch auch Mfomben genannt), den kulturellen, administrativen und rituellen Nukleus bildet.

Linguistisch werden die Bamun der Eastern Grassfields-Bantu-Sprachfamilie (insbesondere der Nun-Untergruppe) zugeordnet. Ihre Selbstbezeichnung lautet Shü Pamom (Sprache der Bamun) oder Shümom. Diese linguistische Einordnung weist eine bemerkenswerte welthistorische Besonderheit auf: Unter der Ägide von Sultan Ibrahim Njoya (ca. 1860–1933) erlebte die Sprache ab 1896 eine autochthone Verschriftlichung. Njoya entwickelte zwischen 1896 und 1910 in einer Serie von sechs evolutionären Schrifttypen ein System, das sich von der piktografischen Erstphase Lewa („Buch", 1896–97, mit 465 Pictogrammen plus 10 Ziffern; Variantenquellen geben bis zu 511 Zeichen an) über Mbima (1899–1900, 437 Zeichen, Schreibrichtung links-nach-rechts), Nyi Nyi Nfa' (~1902, 381 Zeichen) sowie zwei weitere Reduktionsstufen (295, 205 Zeichen) bis zur finalen Silbenschrift A-ka-u-ku (1910, stabile 80 Zeichen, semi-syllabar/alphasyllabar) entwickelte. Diese Schriftsprache diente nicht nur der administrativen Konsolidierung des Reiches, sondern manifestierte sich stark in der visuellen Kunst, da Kalligrafie und Zeichnung zu integralen Bestandteilen der Foumban-Werkstatttradition avancierten.

Die Sozialstruktur der Bamun hebt sich drastisch von der politischen Organisation vieler Nachbargruppen ab. Während weite Teile der angrenzenden Bamileke-Subgruppen oder der Nso durch dezentrale, teils semi-akephale Häuptlingstümer (Chefferies) gekennzeichnet sind, etablierte sich bei den Bamun ein hochgradig zentralisiertes, stark stratifiziertes Königtum. An der Spitze dieser Hierarchie steht der Mfon (König oder Sultan). Die Gesellschaft ist vertikal in verschiedene Kasten und Ränge unterteilt: Die königliche Linie (Tikar-Abstammung), der Adel und Inhaber von Prinzentiteln (Nji), elitäre Kriegerbünde sowie eine hochspezialisierte Handwerkerkaste. Bemerkenswert ist die Integrationsfähigkeit dieses Systems: Selbst Individuen aus unterworfenen Fremdgruppen konnten durch außergewöhnliche handwerkliche Fähigkeiten in das Zentrum der Palastgesellschaft aufsteigen und per königlichem Dekret den Nji-Titel erlangen. Die Subsistenzwirtschaft basiert primär auf der Landwirtschaft. Das sozioökonomische Fundament bildeten kooperative Arbeitsgruppen, die in einem achttägigen Wochenzyklus operierten. Historisch wurden auch Sklaven und Kriegsgefangene auf den ausgedehnten Plantagen der Palastbeamten und Würdenträger eingesetzt, was die ökonomische Hegemonie des Hofes sicherstellte.

Hinsichtlich der ethnologischen und kunsthistorischen Klassifikation existiert eine prominente und andauernde Kontroverse in der Forschung, die explizit markiert werden muss. Die Quellenlage ist diskursiv umkämpft, wenn es um die exakte stilistische und politische Einordnung der Bamun geht. Tamara Northern (1975) subsumiert die Bamun in ihren Bestandskatalogen oft unter den generalisierenden Begriff des „Bamileke-Grasland-Komplexes", da sie auf die fließenden ikonografischen Grenzen, den regen interkulturellen Austausch von Kauri-Schnecken und Glasperlen sowie auf morphologische Verwandtschaften in der Maskenkunst verweist. Christraud Geary (1983) und Hans-Joachim Koloss argumentieren hingegen vehement für eine strikte Separierung: Die Bamun hätten durch ihre zentralisierte Hofgeschichte in Foumban, die islamische Durchdringung nach 1900 und die dirigistische staatliche Kunstproduktion eine hegemoniale Sonderstellung eingenommen, die eine Gleichsetzung mit den dezentralen Bamileke analytisch unzulässig mache. Solche Klassifikationsfragen materialisieren sich bis heute in den Sammlungsnarrativen führender Institutionen. So ordnen frühe Dokumentationen im Musée du quai Branly – Jacques Chirac (etwa die Akten des Sammlers Pierre Harter) Objekte oftmals hybriden Registern zu, während neuere Provenienzforschungen die politische Autonomie Foumbans betonen.

MerkmalDetailinformation zur Bamun-Klassifikation
Geografischer KernNoun-Plateau, begrenzt durch Mbam und Noun (Kamerun)
Demografieca. 420.000 – 600.000 Individuen, Zentrum Foumban
LinguistikShü Pamom / Shümom (Eastern Grassfields Bantu)
SchriftsystemA-ka-u-ku Silbenschrift (entwickelt von König Njoya)
ForschungskontroverseTeil des Bamileke-Komplexes (Northern) vs. Eigenständiges Sultanat (Geary)

Kultureller Kontext

Das religiöse und kosmologische System der Bamun unterlag im Verlauf des 20. Jahrhunderts tektonischen Transformationen, bewahrt jedoch in seiner zugrundeliegenden ontologischen Struktur tiefe vorkoloniale Paradigmen. Zwar konvertierten unter Sultan Njoya große Teile der Bevölkerung schrittweise zum Islam, sodass heute schätzungsweise 90 Prozent der Population dem muslimischen Glauben angehören (die Zentralmoschee in Foumban dominiert das Stadtbild), doch das traditionelle Fundament basiert unvermindert auf einem komplexen Ahnenkult und der Verehrung animistischer Naturkräfte. Vor dem synkretistischen Wandel stand die fluide Schöpfergottheit Nyinyi im Zentrum des pantheistischen Verständnisses, deren Wirkmacht ausschließlich durch die ununterbrochene königliche Ahnenreihe kanalisiert wurde. Strukturell unterscheidet sich dieses System von den benachbarten Tikar oder Bafia durch die absolute Monopolisierung der rituellen Autorität im Foumban-Palast. Der Mfon agiert nicht lediglich als politischer Souverän, sondern als göttlicher König, als sakraler Mediator zwischen der Welt der Lebenden und dem Reich der Toten. Seine physische und spirituelle Vitalität wird metonymisch mit der Fruchtbarkeit des gesamten Noun-Plateaus gleichgesetzt.

Die kosmologische Ordnung der Bamun ist durch eine strikte animalische Hierarchie definiert, in der bestimmte Spezies als „königliche Referenten" (royal referents) fungieren. Der König wird konzeptionell mit dem Leoparden und dem Elefanten verschränkt. Diese Entitäten repräsentieren nicht nur physische Stärke und Urteilskraft, sondern agieren als Schwellenwesen, die zwischen dem zivilisierten, menschlich besiedelten Raum und der gefährlichen Wildnis (bush) vermitteln. Es wird rituell angenommen, dass der Mfon die Fähigkeit besitzt, sich in einen Elefanten zu transformieren, während der Leopard als Wesen gilt, das menschliche Gestalt annehmen kann.

Rituelle Autoritäten manifestieren sich primär in Form exklusiver, streng hierarchischer Geheimbünde. Während Divinatoren und lokale Priester auf Dorfebene agieren, dominieren auf staatlicher Ebene Gesellschaften wie Mutngu, Giri und Kuosi. Eine fundamentale Institution der rituellen und politischen Kontrolle ist das Nguon-Ritual. Entgegen der westlichen Vorstellung einer absolutistischen Despotie belegt das Nguon-Fest, das alle zwei Jahre Anfang Dezember abgehalten wird, ein komplexes System von rituellen „Checks and Balances". Über drei Tage hinweg kulminieren hier Initiations- und Übergangsaspekte der Regierungsführung: Rituelle Führer konsultieren zunächst im Geheimen die Bevölkerung über den Zustand des Reiches. An einem festgelegten Freitag dringen sie nächtlich in den Palast ein, woraufhin sich der Monarch am Samstag einem öffentlichen Tribunal stellen muss. Basierend auf den Indizien der rituellen Autoritäten werden Anklagen verlesen. Der Mfon kann bei Fehlverhalten zu Geldstrafen verurteilt oder – in extremis – abgesetzt werden. Erhält er ein neues Mandat, folgt ein ritueller Treueeid, der die soziale Kohäsion erneuert. Diese Verknüpfung von spiritueller Reinwaschung und säkularer Machtkritik ist in der Region in dieser formalisierten Form singulär.

Die Rolle der Frau im Kult ist abseits der stark segregierten Männerbünde durch die Institution der Königinmutter (Na oder Schah-Pou) hochgradig sakrosankt. Sie überwacht landwirtschaftliche Riten, garantiert die dynastische Kontinuität und ist oftmals die einzige weibliche Figur, der in der kanonischen Palastkunst durch vollplastische, perlenbestickte Thronfiguren ikonografische Präsenz eingeräumt wird. Im Kontext von Tod und Bestattung (wie bei den benachbarten Mbum vergleichend analysiert) ist der Übergang zum Ahnenstatus streng reglementiert. Rituelle Libationen – das Ausgießen von Flüssigkeiten auf Altäre oder Gräber – fungieren als primäres Vehikel des kulturellen Gedächtnisses und binden die Lebenden an die Ahnen, ein Brauch, der trotz christlicher und islamischer Missionierung fortbesteht.

In der Interpretation der kosmologischen Ikonografie benennt die Forschung eklatante Kontroversen. Ein zentrales und ubiquitäres Motiv der Bamun-Kunst ist die doppelköpfige Schlange. Tamara Northern interpretiert Schlangenmotive im Grasland primär als transzendente, kosmologische Symbole für die Dualität von Leben und Tod sowie die Allsichtigkeit der Ahnen. Christraud Geary und lokale Hofhistoriker wie Njiassadans datieren die Genese dieses spezifischen Motivs (Sânumpût) jedoch präzise auf die Regierungszeit von König Mbuembue im späten 18. Jahrhundert. Nach dieser Lesart ist die zweiköpfige Schlange kein religiöses Symbol, sondern ein säkulares, militärhistorisches Emblem, das den gleichzeitigen Sieg über zwei feindliche Fraktionen in einem Zweifrontenkrieg codiert und seither als Wappen der Unangreifbarkeit Foumbans dient. Solche diskursiven Spannungsfelder spiegeln sich in den Ausstellungsnarrativen heutiger Institutionen wie dem Museum am Rothenbaum (MARKK) oder dem Linden-Museum Stuttgart wider, die bei der Aufarbeitung historischer Provenienzen zwischen indigenen Hofchroniken und westlicher Ikonografie abwägen müssen.

Ästhetische Merkmale

Der kanonische Objekt-Fundus der Bamun zählt zu den komplexesten und visuell opulentesten Traditionen des afrikanischen Kontinents. Da die Kunstproduktion unter königlichem Patronat stand, diente sie primär der Glorifizierung monarchischer Macht. Die Typologie wird dominiert von architektonischen Schnitzereien (monumentale Türrahmen und Palastpfeiler), repräsentativen Zeremonialobjekten und textilen Meisterwerken. Zu den ikonischsten Objekten zählen die großformatigen Throne mit anthropomorphen und zoomorphen Karyatiden (kanonisch der Mandu Yenu-Thron mit doppelköpfiger Schlange und Erdspinne), perlenbestickte Königsstatuen (insbesondere die Königsmutter-Statue Schah-Pou / Ngwuo), Bamun-spezifische Holz-Helmmasken (Tu Nkum Mpelet, Tu-Ngünga, Ngoin) sowie die elaborierten Helmkronen der Nja-Maskerade (Geary-Forschungsschwerpunkt), Trinkhörner und zeremonielle Tabakpfeifen mit elaborierten Terrakotta- oder Bronzeköpfen. Wichtige Abgrenzung: die berühmte Elefantenmaske (tu pa nya) der Kuosi-Gesellschaft, die häufig als pars-pro-toto für „Cameroon-Grassfields-Kunst" in westlichen Sammlungen kursiert (vgl. Brooklyn Museum, Smarthistory, MET-Khan-Academy-Curriculum), ist nach heutigem Forschungsstand strikt der Bamileke-Tradition zuzuordnen, nicht den Bamun — auch wenn benachbarte Bamileke-Häuptlingstümer und der Bamun-Hof im Grassfields-Komplex stilistisch und politisch interagierten. Dossiers, die diese Zuordnung verwischen, perpetuieren die ältere Sammlungs-Subsumption unter „Bamileke/Bamun-Komplex" (Northern 1975), gegen die Geary 1983 explizit argumentiert hat.

Die Materialwahl und der Proportionskanon unterliegen einer strengen Hof-Etikette. Holz (häufig afrikanisches Mahagoni oder Zedernholz), Messing, Eisen, importierte europäische Glasperlen (aus Venedig oder Böhmen) und Kauri-Schnecken aus dem Indischen Ozean fungieren als primäre Medien. Der Proportionskanon folgt indigenen Prioritäten: Der Kopf, als metaphysischer Sitz der Lebenskraft und des Intellekts, nimmt bei Skulpturen oft unverhältnismäßig großen Raum ein. Bei den männlichen Pfeifenköpfen dominieren stark aufgeblähte Wangen, die virile Kraft, Ausdauer und eine dominante Natur artikulieren. Narbentätowierungen (Scarifications) an Wangen und Kinn werden akribisch herausgearbeitet und dienen als Statusindikatoren.

Die ikonografische Semantik ist hochspezifisch und stark hierarchisiert. Tiere sind niemals bloße Dekoration, sondern Träger ritueller und politischer Bedeutung:

  • Die Spinne (Bodentarantel): Symbolisiert divinatorische Weisheit, Fleiß und Omnipräsenz. Da sie sich zwischen der Erdoberfläche (Welt der Menschen) und dem Untergrund (Welt der Ahnen) bewegt, ist sie der perfekte Vermittler.
  • Die Doppelglocke: Ein Symbol des Patriotismus, der Einheit und der militärischen Mobilisierung.
  • Leopard und Elefant: Die ultimativen königlichen Referenten. Nur der Monarch und von ihm autorisierte Geheimbünde durften diese Tiere abbilden oder ihre Felle tragen.
  • Doppelköpfige Schlange: Das militärische Emblem des Sieges an zwei Fronten.

Dokumentierte Meisterhände heben die Bamun-Kunst von anonymen afrikanischen Traditionen ab. Die Werkstätten in Foumban (insbesondere die berühmte Rue des Artisans) brachten namentlich bekannte Künstler hervor. Der herausragendste war Ibrahim Njoya (ein Cousin des Königs Njoya, ca. 1890–1962), ein Meisterzeichner und Schnitzer, dessen epigonaler Stil den Foumban-Kanon des frühen 20. Jahrhunderts diktierte und ein neues Bildvokabular an der Schnittstelle von Tradition und kolonialer Moderne schuf. Diese Werkstatttradition sorgte dafür, dass sich handwerkliches Wissen extrem konzentriert vererbte, wobei oft Holzbildhauer und Schmiede in eng verzahnten Zünften agierten.

Der ontologische Unterschied zwischen einem profanen Objekt und einem aktivierten Ritualobjekt ist in der Grasland-Kunst fließend und hochgradig vom performativen Kontext abhängig. Wie Eelco Bruinsma in Anlehnung an Gearys Forschungen zu den Foumban-Werkstätten illustriert, definiert sich Authentizität nicht zwingend über das Alter, sondern über die physische Interaktion des Monarchen. Ein prägnantes Beispiel liefert die Thron-Diplomatie: Sultan Njoya ließ 1908 für Kaiser Wilhelm II. eine Replik seines berühmten Mandu-Yenu-Throns anfertigen. Da diese jedoch nicht rechtzeitig zur diplomatischen Übergabe vollendet wurde, verschenkte er kurzerhand das Original (das sich heute im Ethnologischen Museum Berlin befindet) und behielt die neu geschnitzte Kopie in Foumban. Aus westlicher Museumsperspektive galt der Berliner Thron als „authentisch", da er älter war. Aus indigener Perspektive der Bamun wurde die neue Replik in genau dem Moment zum authentischen, rituell aufgeladenen Herrschaftszeichen, als König Njoya sich daraufsetzte und das Objekt rituell „einschaltete" (switched on), während der nach Europa verschiffte Thron seiner spirituellen Ladung beraubt („switched off") wurde.

Fälschungskriterien sind auf dem internationalen Kunstmarkt von immenser Relevanz, da die Werkstätten in Foumban bis heute meisterhafte Repliken für den Export und Touristenmarkt produzieren. Forensische Indikatoren für artifizielle Alterung lassen sich an der Patina-Entstehung ablesen. Eine authentische Opferpatina bildet sich über Jahrzehnte durch wiederholte Applikationen von Palmöl, Tukula-Paste (aus Rotholz) und libationsbedingtem Fett, wodurch eine tiefenwirksame, schichtweise Kruste entsteht. Moderne Fälschungen weisen hingegen oft eine homogene, rein oberflächliche Ruß-Patina auf, die künstlich über einem Feuer aus grünem Holz erzeugt wurde und olfaktorisch stark nach frischem Kaminrauch riecht. Auch das Fehlen historischer Reparaturspuren an aufwendigen Perlenstickereien oder das Fehlen von Kernholzrissen kann ein Warnsignal für Sammler sein.

Rituelle Praxis

Die rituelle Praxis der Bamun und die zeremonielle Nutzung der geschaffenen Kunstwerke sind durch ein Höchstmaß an Performanz und choreografierter Öffentlichkeit gekennzeichnet. Skulpturen und Masken sind keine isolierten ästhetischen Phänomene, sondern integrale, handelnde Aktanten der staatstragenden Diplomatie und der Ahnenverehrung. Ein herausragendes Beispiel für die Verschmelzung von Ikonografie, Ikonologie und Performanz ist das Nja-Festival, das in Christraud Gearys Forschung (Smithsonian / Smarthistory-Curriculum „Pageantry in the Palace") als zentrales Bamun-spezifisches Maskerade-Ereignis dokumentiert ist. Hier treten die Bamun-Helmmasken (Tu Nkum Mpelet als „Royal Prestige Dance Helmet", Tu-Ngünga, Ngoin) in elaborierten Hof-Tänzen auf, getragen von ranghohen Würdenträgern und Mitgliedern höfischer Geheimbünde wie Mutngu, Giri und Kuosi — wobei letztere im Bamun-Kontext als adeliger Männerbund agiert (im stilistisch verwandten Bamileke-Kontext betreibt eine Gesellschaft gleichen Namens die ikonografisch andere tu pa nya-Elefantenmaskerade).

Der Aufbau der Bamun-Hof-Maskerade erfordert ein vollumfängliches, extrem kostspieliges Kostüm, das den sozialen Status des Trägers visuell ausstellt. Charakteristisch sind aus Hartholz geschnitzte Helmmasken (häufig polychrom gefasst mit roten Wangen, schwarzem Bart aus eingenähten Kauri-Schnecken oder gefärbten Pflanzenfasern), die mit Kupferblechauflagen, importierten europäischen Glasperlen und Kauri-Schnecken aus dem Indischen Ozean appliziert werden. Bei den höchstrangigen Repräsentations-Masken dominieren symbolisch dichte Reliefs auf den Wangen — Spinne, doppelköpfige Schlange, Leopardenfleck-Muster — die als visuelle Loyalitätsbekundung an den Mfon fungieren. Kombiniert wird dieses Kopfstück mit Indigostoffen (Ndop), einem massiven roten Federhut sowie Leopardenfellen, die über den Rücken drapiert werden.

Farbe der GlasperlenRituell-kosmologische Symbolik bei den Bamun/Bamileke
SchwarzAssoziiert mit der Nacht, der liminalen Sphäre und den Toten.
WeißRepräsentiert Ahnen, Knochen und rituelle Reinheit.
RotSymbolisiert den Fon (König), Lebensenergie, Blut, Frauen und Erneuerung.

Die Aktivierung dieser Objekte erfolgt im Rahmen hochdynamischer Tänze auf den Palastvorplätzen, begleitet von komplexen Rhythmen höfischer Doppeltrommeln und Eisen-Gongs. Durch den Rhythmus, den Schweiß des Trägers und den aufgewirbelten Staub der Erde verschmilzt die Maske mit der Umwelt und kanalisiert die Macht des Monarchen. Statische Objekte wie Altäre oder Ahnenfiguren erfahren ihre Aktivierung durch direkte Opfergaben. Der Prozess beginnt bei einem aus „grünem", also frischem Holz geschnitzten Rohling. Um diesen in ein wirkmächtiges Objekt zu transformieren, erfolgen Besprengungen mit Palmwein sowie das rituelle Einreiben mit rotem Camwood-Pulver (Pterocarpus soyauxii) und mitunter Tierblut, um die Vitalität der Ahnen in das Holz zu transferieren. Die Applikation von Perlen (die historisch eine direkte Währung darstellten) war ein weiterer Akt der „Aktivierung" durch pure Zurschaustellung von Reichtum.

Der Lifecycle eines Kultobjekts variiert stark. Die Deaktivierung und Entsorgung profanisierter oder irreparabel beschädigter Ritualobjekte ist ein zutiefst pragmatischer Prozess. Die Quellenlage ist mitunter uneindeutig, inwiefern Holzmasken vor 1900 systematisch rituell verbrannt oder dem natürlichen Zerfall im Wald überlassen wurden. Nachgewiesen ist jedoch, dass bei der Ausmusterung textiler Masken die wertvollen Materialien nicht vernichtet wurden. Die europäischen Glasperlen und Kauri-Schnecken wurden rigoros abgetrennt und für neue Masken recycelt, wodurch das Trägermaterial seine sakrale und ökonomische Ladung komplett verlor. Hochrangige Objekte, wie die Throne verstorbener Könige, wurden indes niemals vernichtet. Sie wurden in das königliche Schatzhaus (Royal Treasury) von Foumban transferiert, wo sie als inaktive, aber ehrwürdige Reliquien der Dynastie verblieben. Diese Verwahrungspraxis begründet den herausragenden Erhaltungszustand vieler Bamun-Artefakte, die heute in Institutionen wie dem Brooklyn Museum oder dem Virginia Museum of Fine Arts zu finden sind. Regional-Varianten und zeitgenössische Entwicklungen zeigen die Fluidität dieses Systems: Der kamerunische Künstler Hervé Youmbi integriert heute beispielsweise moderne Silikonmasken in die Tänze lokaler Geheimbünde, was beweist, dass sich rituelle Performance einer starren Kategorisierung in „traditionell" versus „modern" entzieht.

Historischer Kontext

Die historische Flugbahn der Bamun und ihrer Kunstproduktion ist untrennbar mit einer tiefgreifenden Migrationsgeschichte und den späteren Verwerfungen der europäischen Kolonialbegegnung verwoben. Die Ethnogenese der Bamun wird in der Oral History und den frühen Hofchroniken mehrheitlich auf das späte 14. Jahrhundert (ca. 1394) datiert. Zu dieser Zeit führte Nchare Yen, ein Prinz der Tikar-Dynastie, eine Splittergruppe in das heutige Noun-Plateau, wo er ansässige Gruppen (die Mbum) militärisch unterwarf, assimilierte und Foumban als Hauptstadt gründete. Datierungs-Kontroversen existieren in der Forschung hinsichtlich der exakten Chronologie der nachfolgenden Dynastien, bedingt durch das Fehlen präkolonialer schriftlicher Aufzeichnungen. Unstrittig ist jedoch, dass die politische Konsolidierung und territoriale maximale Ausdehnung des Großreichs unter König Mbuembue im späten 18. Jahrhundert stattfand, der Invasionen der Fulani-Reiterei und der Chamba-Krieger erfolgreich abwehrte – ein Sieg, der zur Institutionalisierung des doppelköpfigen Schlangenmotivs führte.

Der radikalste Paradigmenwechsel ereignete sich an der Wende zum 20. Jahrhundert durch die deutsche Kolonialbegegnung. Anders als viele afrikanische Reiche, die sich der europäischen Expansion militärisch widersetzten und gewaltsam unterworfen wurden, wählte der junge, diplomatisch hochgradig versierte Sultan Ibrahim Njoya um 1902 eine Strategie der aktiven Kooperation. Angesichts der deutschen Übermacht (repräsentiert durch Gouverneur Jesko von Puttkamer sowie Agenten wie Eugen Zintgraff und Gustav Conrau) nutzte Njoya Kunst gezielt als Instrument der Diplomatie und des Machterhalts. Er instrumentalisierte das deutsche Interesse am „Exotischen" und zentralisierte Hunderte von Handwerkern in den Palastwerkstätten von Foumban. Dort ließ er Throne, Pfeifen und textilisches Kunsthandwerk explizit als diplomatische Geschenke für deutsche Militärs, Missionare und Museen anfertigen.

Hier manifestiert sich eine der profiliertesten Debatten der afrikanischen Kunstgeschichte. Christraud Geary (1983) dekonstruiert in ihren Arbeiten den „deutschen Mythos" vom unberührten, paradiesischen Bamun-Reich. Sie postuliert, dass Njoya den westlichen Kunstmarkt aktiv bediente und die Werkstatttradition zwischen 1900 und 1933 massiv modernisierte. Es entstand eine Art höfisch sanktionierter „Touristenkunst", in der sich präkoloniale Traditionen mit hybriden, westlich inspirierten Elementen durchmischten. Tamara Northern argumentiert hingegen, dass trotz der intendierten Kommerzialisierung die basale semantische und stilistische Integrität der Grasland-Kunst (insbesondere bei Perlenarbeiten) vollumfänglich gewahrt blieb. Was also ist „authentisch"? Ein Objekt aus dem 19. Jahrhundert, das blutige Riten durchlief, oder ein 1910 unter Njoyas Direktive meisterhaft geschnitzter Thron für einen deutschen Sammler? Diese Fluidität der Authentizität zwingt Sammler und Museen zu einer Neukalibrierung ihrer Bewertungsmaßstäbe.

Die Marktgeschichte im Westen nahm in den 1920er Jahren rasant Fahrt auf. Pioniere wie der Schweizer Sammler Eduard von der Heydt (dessen Stiftungen heute den Kern des Museum Rietberg in Zürich bilden) erwarben massenhaft afrikanische Skulpturen, oftmals vermittelt durch einflussreiche Pariser Händler wie Charles Ratton. Die extreme Nachfrage nach „authentischer" Bamun-Kunst befeuerte das Preisniveau, gipfelnd in spektakulären Auktionen von Händlern wie Jacques Kerchache in späteren Dekaden bei Häusern wie Christie's und Sotheby's. Das Fälschungsproblem wuchs proportional zur Nachfrage.

Zur Authentifizierung von Markterwerbungen wird heute zunehmend Forensik eingesetzt, die jedoch im afrikanischen Kontext eklatante Schwächen aufweist. Radiokarbonanalysen (C14-Datierung) sind oft trügerisch, bedingt durch den sogenannten „Altholz-Effekt": Da Holzschnitzer im Kameruner Grasland oftmals den harten, innersten Kern gewaltiger Urwaldbäume für prestigeträchtige Masken verwendeten, datiert das Holz naturwissenschaftlich oft Jahrhunderte vor dem eigentlichen Schnitzakt. Zudem haben moderne Fälscher-Netzwerke in Kamerun ihre Techniken perfektioniert. Sie simulieren Termitenfraß, provozieren künstliche Kernholzrisse in Trocknungskammern und vergraben Objekte, um Mineralien in das Holzgefüge zu injizieren. Vor dem Hintergrund der aktuellen, von Präsident Emmanuel Macron 2017 angestoßenen Restitutionsdebatten widmen sich deutsche Institutionen (darunter das Linden-Museum Stuttgart, das Ethnologische Museum Berlin und das MARKK in Hamburg) in einem vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekt intensiv der Provenienzforschung. Sie untersuchen Hunderte königlicher Bamun-Objekte, um koloniale Raubkunst von regulärem Markthandel zu trennen und den Dialog mit den Nachfahren in Foumban zu institutionalisieren.

Häufige Fragen

Fragen, die Sammler:innen und Studierende stellen

Wer sind die Bamum?

Die Bamum sind ein Graslandvolk im westlichen Hochland von Kamerun, das als ein einziges zentralisiertes Königreich um die ummauerte Palaststadt Foumban (auch Mfomben) organisiert ist. Im Gegensatz zu den kleinen Häuptlingstümern der Bamileke ist Bamum seit dem späten siebzehnten Jahrhundert ein durchgängiges Sultanat. An seinem Hof wurden Perlenthrone, königliche Porträtskulpturen, Helmmasken, Messinggüsse und - unter Sultan Njoya - eine eigene Schrift sowie ein umfangreiches dokumentarisches Archiv des Hoflebens hergestellt (Tardits 1980; Geary 1983).

Wer war Sultan Njoya und warum erscheint sein Name auf so vielen Bamum-Stücken?

Njoya (reg. 1889-1933) war der siebzehnte Bamum mfon (Sultan), ein Herrscher, der auf den Druck der deutschen und französischen Kolonialherren reagierte, indem er sein Königreich bewusst dokumentierte: Er erfand die Shumom-Schrift, gab königliche Porträts in Auftrag, baute einen Steinpalast und sponserte Hofwerkstätten, die Throne, Perlenskulpturen und zeremonielle Insignien herstellten. Viele Bamum-Objekte in westlichen Sammlungen sind Auftragsarbeiten des Hofes aus der Njoya-Zeit, die für den diplomatischen Austausch oder als Palastinventar angefertigt wurden (Geary 1988).

Kann ich Bamum-Stücke aus der Zeit vor 1900 von der Hofproduktion aus der Njoya-Zeit unterscheiden?

Die Grenze ist real, aber unscharf. Die Palasttraditionen aus der Zeit vor Njoya bestanden neben den von ihm in Auftrag gegebenen Innovationen fort; viele Objekte befinden sich eher auf einem Kontinuum als auf beiden Seiten eines scharfen Bruchs. Stücke aus der Hofwerkstatt der Njoya-Ära weisen oft eine dichtere Perlenstickerei, aufwändigere ikonografische Programme (zweiköpfige Schlangen, Erdspinnen, Ndambo-Motive) und gelegentlich Shumom-Inschriften auf. Die Prä-Njoya-Schnitzerei tendiert zu einem einfacheren Formenvokabular und einer weniger konsistenten Perlenstickerei. Tardits (1980) und Geary (1983, 1988) sind die üblichen chronologischen Referenzen.

Was ist eine *tu* oder *tu ngünga* Maske?

Tu ngünga (wörtlich "Kopf für den Tanz") ist ein paarweise getragener zeremonieller Helmkopfschmuck der Bamum Nsoro-Kriegergesellschaft, der bei Beerdigungen von Königen und hochrangigen Persönlichkeiten der Gemeinschaft getragen wird. Die Maske sitzt auf dem Kopf, anstatt das Gesicht zu bedecken, und ihre Tanzgrammatik - einschließlich der paarweisen Aufführung - unterscheidet sie von den Prestigemasken des Hofes. Die Tu ngünga ist ein Abzeichen der Gesellschaft und keine allgemeine Bamum-Maske, und die Identifizierung der Gesellschaft ist sowohl für die zeremonielle Bedeutung als auch für den Marktwert wichtig.

Wie unterscheide ich die Foumban Hofproduktion von der Bamileke Fondom Arbeit?

Foumban-Stücke zeigen typischerweise kugelförmige Gesichtsvolumen, aufgeblasene Wangen, architektonische Perlenarbeiten, die die darunter liegende Schnitzerei eher hervorheben als verbergen, kupfer- oder messingummantelte Metallwappen und königliche Ikonographie wie die zweiköpfige Schlange und die Erdspinne. Die Fondomarbeiten der Bamileke bevorzugen Mandelaugen, eine fast vollständige Bedeckung mit Perlen, die flache geometrische Felder erzeugt, zusammengesetzte Frisuren aus Tuch und Eulenflügeln und das Vokabular der Kuosi-Elefantenmaske. Beide gehören zu den Grassfields, haben aber jeweils eine eigenständige Signatur (Northern 1984).

Garantiert die Shumom-Schrift auf einem Objekt eine Zuordnung zur Njoya-Zeit?

Ja - Shumom ist das Schriftsystem, das Njoya ab 1896 entwickelte und das sich bis 1910 aus etwa tausend Piktogrammen zu einer Silbenschrift mit achtzig Zeichen entwickelte. Jede Inschrift in Shumom, die nach 1896 entstanden ist, deutet fast immer darauf hin, dass sie aus einer Palastschule oder einer Hofwerkstatt stammt. Das Gegenteil ist der Fall: Die meisten geschnitzten Bamum-Skulpturen stammen aus der Zeit vor der schriftlichen Dokumentation, so dass das Fehlen einer Schrift nicht auf einen Ursprung vor Njoya schließen lässt. Shumom ist ein starker positiver Marker, kein negativer (Geary 1988; Tardits 1980).

Glossar

Verwandte Begriffe

Weiterführend

Leitfäden für Sammler

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Bamum

Seltenes Reibungsinstrument

Kamerun1. Hälfte 20. Jh.Holz
Bamum — Prestigetrompete
Nr. 0085
Bamum

Prestigetrompete

Kamerun1. Hälfte 20. Jh.Holz
Bamum — Prestigestab (mit Paar)
Nr. 0149
Bamum

Prestigestab (mit Paar)

Kamerun1. Hälfte 20. Jh.Holz
Bamum — Zeremonienstab
Nr. 0330
Bamum

Zeremonienstab

Kamerun1. Hälfte 20. Jh.Holz
Bamum — Aufsatzmaske
Nr. 0614
Bamum

Aufsatzmaske

Kamerun1. Hälfte 20. Jh.Holz
Bamum — Ornate Throne with Footstool
Nr. 001
Bamum

Ornate Throne with Footstool

Kamerun
Bamum — Elephant Vessel with Lid
Nr. 007
Bamum

Elephant Vessel with Lid

Kamerun
Bamum — Mask
Nr. 009
Bamum

Mask

Kamerun
Bamum — Ancestral Figure
Nr. 014
Bamum

Ancestral Figure

Kamerun
Bamum — Mask with Dance Garment
Nr. 017 u. 018
Bamum

Mask with Dance Garment

Kamerun
Bamum — Dung Beetle Masks
Nr. 019 u. 020
Bamum

Dung Beetle Masks

Kamerun
Bamum — Mask
Nr. 021
Bamum

Mask

Kamerun
Bamum — Meshango Ritual Objects
Nr. 022 u. 023
Bamum

Meshango Ritual Objects

Kamerun
Bamum — House Posts
Nr. 024
Bamum

House Posts

Kamerun
Bamum — Bronze Prestige Figures
Nr. 035, 036
Bamum

Bronze Prestige Figures

Kamerun
Bamum — Commemorative Figure
Nr. 050
Bamum

Commemorative Figure

Kamerun
Bamum — First Mother Figure
Nr. 051
Bamum

First Mother Figure

Kamerun
Bamum — Fetish Shirt with Dance Hat
Nr. 053
Bamum

Fetish Shirt with Dance Hat

Kamerun
Bamum — Chieftain’s Dignitary Staff
Nr. 054
Bamum

Chieftain’s Dignitary Staff

Kamerun
Bamum — Mother and Child Figure
Nr. 055
Bamum

Mother and Child Figure

Kamerun
Bamum — Chieftain’s Stool
Nr. 056
Bamum

Chieftain’s Stool

Kamerun
Bamum — Ceremonial Bell
Nr. 057
Bamum

Ceremonial Bell

Kamerun
Bamum — Ancestral Figure
Nr. 060
Bamum

Ancestral Figure

Kamerun
Bamum — Meshango Mask
Nr. 062
Bamum

Meshango Mask

Kamerun
Bamum — Ornate Prestige Pipe
Nr. 064
Bamum

Ornate Prestige Pipe

Kamerun
Bamum — Beaded Figure
Nr. 070
Bamum

Beaded Figure

Kamerun
Bamum — Ritual Pipe
Nr. 074
Bamum

Ritual Pipe

Kamerun
Bamum — Ritual Bowl's Lid
Nr. 075
Bamum

Ritual Bowl's Lid

Kamerun
Bamum — Ritual Bowl and Lid
Nr. 077
Bamum

Ritual Bowl and Lid

Kamerun
Bamum — Ritual Pipe
Nr. 078
Bamum

Ritual Pipe

Kamerun
Bamum — Ritual Spoon
Nr. 087
Bamum

Ritual Spoon

Kamerun
Bamum — Footstool
Nr. 092
Bamum

Footstool

Kamerun
Bamum — Mask
Nr. 093
Bamum

Mask

Kamerun
Bamum — Monkey Mask
Nr. 096
Bamum

Monkey Mask

Kamerun
Bamum — Fetish Pair of Figures
Nr. 103, 112
Bamum

Fetish Pair of Figures

Kamerun
Bamum — Ancestral Pair of Figures
Nr. 117, 118
Bamum

Ancestral Pair of Figures

Kamerun
Bamum — Display Figure
Nr. 119
Bamum

Display Figure

Kamerun
Bamum — Brass Prestige Figure
Nr. 120
Bamum

Brass Prestige Figure

Kamerun
Bamum — Ritual Spoon
Nr. 122
Bamum

Ritual Spoon

Kamerun
Bamum — Pact Loyalty Lidded Vessel
Nr. 124
Bamum

Pact Loyalty Lidded Vessel

Kamerun
Bamum — Bronze Prestige Pipe
Nr. 129
Bamum

Bronze Prestige Pipe

Kamerun
Bamum — Prestige Pipe
Nr. 143
Bamum

Prestige Pipe

Kamerun
Bamum — Chieftain's Cot
Nr. 145, 145A, 145B
Bamum

Chieftain's Cot

Kamerun
Bamum — Stool with Warrior Figure
Nr. 146
Bamum

Stool with Warrior Figure

Kamerun
Bamum — Throne Stool
Nr. 147
Bamum

Throne Stool

Kamerun
Bamum — Elephant Mask
Nr. 157
Bamum

Elephant Mask

Kamerun
Bamum — Helmet Mask
Nr. 159A, 159B
Bamum

Helmet Mask

Kamerun
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 160-1
Bamum

Posts From Men's House

Kamerun
Bamum — Small Figures
Nr. 163
Bamum

Small Figures

Kamerun
Bamum — Brass Group
Nr. 165
Bamum

Brass Group

Kamerun
Bamum — Ritual Bells
Nr. 166, 172
Bamum

Ritual Bells

Kamerun
Bamum — Brass Stool
Nr. 167
Bamum

Brass Stool

Kamerun
Bamum — Animal Mask
Nr. 168
Bamum

Animal Mask

Kamerun
Bamum — Clay Figure Pair
Nr. 170, 170-1, 170-2
Bamum

Clay Figure Pair

Kamerun
Bamum — Fetish Figure
Nr. 171
Bamum

Fetish Figure

Kamerun
Bamum — Brass Bell
Nr. 173
Bamum

Brass Bell

Kamerun
Bamum — Prestige Trumpet
Nr. 174
Bamum

Prestige Trumpet

Kamerun
Bamum — Chieftain's Necklace
Nr. 177
Bamum

Chieftain's Necklace

Kamerun
Bamum — Chieftain's Throne
Nr. 180, 180A, 180B
Bamum

Chieftain's Throne

Kamerun
Bamum — Ritual Vessel
Nr. 199
Bamum

Ritual Vessel

Kamerun
Bamum — Group of Female Figures
Nr. 201, 201-1, 201-2, 201-3, 201-4
Bamum

Group of Female Figures

Kamerun
Bamum — Beaded Throne
Nr. 202
Bamum

Beaded Throne

Kamerun
Bamum — Ancestral Pair of Figures
Nr. 204, 204-1, 204-2
Bamum

Ancestral Pair of Figures

Kamerun
Bamum — Pair of Bell Figures
Nr. 205, 205-1, 205-2
Bamum

Pair of Bell Figures

Kamerun
Bamum — Chieftain's Stool
Nr. 207
Bamum

Chieftain's Stool

Kamerun
Bamum — Dung Beetle Mask
Nr. 208
Bamum

Dung Beetle Mask

Kamerun
Bamum — Prestige Mask
Nr. 209
Bamum

Prestige Mask

Kamerun
Bamum — Prestige Pipe
Nr. 210
Bamum

Prestige Pipe

Kamerun
Bamum — Fetishist's Calabash
Nr. 211
Bamum

Fetishist's Calabash

Kamerun
Bamum — Maternity
Nr. 212
Bamum

Maternity

Kamerun
Bamum — Ancestral Couple
Nr. 213, 213-1, 213-2
Bamum

Ancestral Couple

Kamerun
Bamum — Ancestral Figure
Nr. 233
Bamum

Ancestral Figure

Kamerun
Bamum — Chieftain’s Throne
Nr. 234, 234a, 234b
Bamum

Chieftain’s Throne

KamerunHolz
Bamum — Chief’s Prestige Mask
Nr. 237, 237a, 237b
Bamum

Chief’s Prestige Mask

KamerunBronze
Bamum — Sceptre
Nr. 238
Bamum

Sceptre

KamerunPerlen / Messing
Bamum — Ancestral Figure
Nr. 239
Bamum

Ancestral Figure

KamerunMessing
Bamum — Chief’s Beaded Dance Hat
Nr. 240
Bamum

Chief’s Beaded Dance Hat

KamerunGlasperlen
Bamum — Dance Mask
Nr. 241
Bamum

Dance Mask

KamerunLeder / Fell
Bamum — Dance Mask
Nr. 242
Bamum

Dance Mask

KamerunLeder / Fell
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 248-1A u. 248-1B, 248-2 sowie 249-1 u. 249-2
Bamum

Brass Objects

KamerunMessing
Bamum — Beaded Calabash with Plug
Nr. 255
Bamum

Beaded Calabash with Plug

KamerunKalebasse / Perlen
Bamum — Ancestral Reliquary Panel
Nr. 265
Bamum

Ancestral Reliquary Panel

Kamerun
Bamum — Ancestral Pair
Nr. 266 u. 267
Bamum

Ancestral Pair

KamerunBronze
Bamum — Performance Mask
Nr. 268
Bamum

Performance Mask

Kamerun
Bamum — Performance Double Mask
Nr. 270, 270-1, 270-2
Bamum

Performance Double Mask

Kamerun
Bamum — Footrest
Nr. 272
Bamum

Footrest

Kamerun
Bamum — Elephant Helmet Mask
Nr. 273
Bamum

Elephant Helmet Mask

KamerunPerlen
Bamum — Log Drum
Nr. 274
Bamum

Log Drum

KamerunHolz
Bamum — Stool for Notables
Nr. 275
Bamum

Stool for Notables

KamerunHolz
Bamum — Figure for Rain Rituals
Nr. 276
Bamum

Figure for Rain Rituals

Kamerun
Bamum — Figure with Lidded Bowl
Nr. 277
Bamum

Figure with Lidded Bowl

KamerunLeder
Bamum — Performance Mask
Nr. 279
Bamum

Performance Mask

KamerunBambus
Bamum — Commemorative Stone
Nr. 280
Bamum

Commemorative Stone

KamerunStein
Bamum — 2 Skulls
Nr. 281
Bamum

2 Skulls

KamerunTon
Bamum — Feather Dance Hat
Nr. 282
Bamum

Feather Dance Hat

KamerunFedern
Bamum — Fetish Basket
Nr. 284
Bamum

Fetish Basket

KamerunKorb
Bamum — Ritual Calabash
Nr. 285
Bamum

Ritual Calabash

KamerunHolz
Bamum — Chieftain’s Commanding Staff
Nr. 287
Bamum

Chieftain’s Commanding Staff

Kamerun
Bamum — Chieftain’s Dignitary Staff
Nr. 288
Bamum

Chieftain’s Dignitary Staff

KamerunHolz
Bamum — Elephant Textile Mask
Nr. 289
Bamum

Elephant Textile Mask

KamerunTextilien / Perlen
Bamum — Brass Figure Group
Nr. 29 A-E
Bamum

Brass Figure Group

Kamerun
Bamum — Ancestral Figure
Nr. 293_2
Bamum

Ancestral Figure

KamerunKupferlegierung / Messing
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 294
Bamum

Display Figure

KamerunHolz / Stroh
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 295
Bamum

Helmet Mask

KamerunLeder / Ziegenleder / Kaolin
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 296
Bamum

Power Symbol

Kamerun
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 297
Bamum

Clan Chief’s Mask

KamerunTextilien / Ziegenleder
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 298
Bamum

Performance Mask

KamerunFlechtwerk
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 299a und 299b
Bamum

Prestige Pipes

KamerunWachs
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 300
Bamum

Antelope Mask

KamerunHolz
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 308
Bamum

Lidded Vessel

Kamerun
Bamum — Figural representation of Chief
Nr. 31 - Version 2
Bamum

Figural representation of Chief

Kamerun
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 313
Bamum

Fetish Hat

KamerunHolz / Korbgeflecht
In ErschließungAnalyse folgt
Nr. 314
Bamum

Rider Figure Pipe

KamerunMessing

In Erschließung (9)