Eine dunkle Gesichtsmaske aus Holz aus der Chefferie Mambin, etwa 60 cm hoch, im Katalog als Mistkäfermaske geführt. Ein schweres, vorquellendes Gesicht verbindet sich mit einem Kamm aus drei kleinen Tierköpfen.
1. Form und Schnitzerei
Das Gesicht ist aus großen, runden Volumen aufgebaut. Kräftige, gewölbte Brauen schwingen über weit geöffneten Augen, darunter wölben sich die Wangen nach außen. Zwischen den Augen läuft eine gerippte, schnabelartige Nase herab. Darunter sitzt eine kleine rüsselartige Form über einem Mund mit gebleckten Zähnen, an den Mundwinkeln biegen sich zwei Hauer oder Hörner nach außen. Oben reihen sich auf einem erhöhten Band drei geschnitzte Tierköpfe mit spitzen Ohren und großen Augen nach vorn gerichtet.
2. Kontext
Laut Sammlungskatalog liegt die Chefferie Mambin in dem Teil des Kameruner Graslands, der früher unter britischer Herrschaft stand. Ihre Bewohner sind ethnisch Bamum, Nachkommen von Vorfahren, die sich dem Sultan von Foumban nicht unterordnen wollten. Der Katalog sieht ihren Drang nach Eigenständigkeit in der Gestaltung der Ritualobjekte widergespiegelt: Der Maskentypus entspricht etwa dem der Bamum in Foumban, doch zeigen sich deutliche Unterschiede im Ausdruck und in der Verwendung von Materialien. Die Sammlung besitzt zwei Masken dieses Typs, hier ist eine davon zu sehen.
3. Oberfläche
Das Holz ist tief braunschwarz, auf Wangen und Brauen glatt und glänzend. Helle Stellen zeigen sich an der Nase und um die Augen, feine Kratzer und kleine Fehlstellen prägen die Kanten von Kamm und Brauen.
Zusammenfassung
Eine Mambin-Maske vom Typ des Mistkäfers mit vorquellenden Wangen, gebogenen Hauern und einem Kamm aus drei Tierköpfen, die zeigt, wie die Chefferie eine Bamun-Form eigenständig umgestaltete.
KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

Maske (mit Perlen bedeckt - Muscheln auf Stoff)

Prestige-Rohrkopf

Seltenes Reibungsinstrument
