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Notizen

BAMUM Fetischistenhemd + Tanzhut (Mamaroum Chiefdom)

Eine schwere, grobe Tunika und ein dazu passender hoher Hut, beide vollständig mit Hunderten von kleinen, gebundenen Amuletten, Medizinbündeln, Tierteilen und Pflanzenmaterialien bedeckt, die direkt auf den Stoffgrund genäht sind.

1. Ästhetischer Stil und akkumulative Magie

Dieses Ensemble aus dem Mamaroum-Häuptlingstum ist ein eindrucksvolles Beispiel afrikanischer Akkumulationskunst, bei der die ästhetische Wirkung durch eine dichte Anordnung erzielt wird. Die visuelle Kraft des Hemdes liegt in seiner vielschichtigen Textur; es ist unter einem schweren Panzer aus Gris-gris (Amuletten) verborgen. Jeder angehängte Beutel, jedes Tierhorn und jedes geflochtene Bündel steht für einen bestimmten Zauber oder eine bestimmte Medizin. Der Gesamteffekt zielt darauf ab, eine Aura von übernatürlicher Verteidigung auszustrahlen und den Träger symbolisch zu schützen.

2. Rituelle Funktion und die Rüstung des Fetischisten

Dieses schwere Gewand wurde laut Überlieferung vom Oberfetischisten (Medizinmann) des Häuptlings bei rituellen Tänzen und Tieropfern getragen. In der spirituellen Weltanschauung der Bamum ist der Priester bei der Kontaktaufnahme mit der Geisterwelt oder im Kampf gegen bösartige Mächte einer großen Gefahr ausgesetzt. Die zahlreichen Amulette, die dieses Hemd und den Hut bedeckten, wirkten wie ein übernatürlicher Schutzschild, der speziell dazu diente, böse Geister, Flüche und Hexerei abzuwehren. Durch das Tragen dieses Anzugs galt der Fetischist in der rituellen Praxis als spirituell geschützt, so dass er seine Pflichten zum Schutz der Gemeinschaft erfüllen konnte.

3. Patina, Materialverwitterung und Altersnachweis

Die Alterung dieses Objekts ist ausgeprägt. Der darunter liegende Stoff ist durch Schweiß, Rauch und mutmaßliche Opferflüssigkeiten dunkel gefärbt. Die Hunderte von angehängten Amuletten zeigen unterschiedliche Grade der Austrocknung, wobei die Tierteile brüchig werden und die gewebten Fasern ausfransen. Diese vielschichtige und stark verkrustete Oberfläche spricht für einen jahrzehntelangen rituellen Gebrauch im Mamaroum-Häuptlingstum.

Zusammenfassung

Dieses Fetischhemd und der Hut sind repräsentative Beispiele der Schutzmagie aus den Grassfields. Seine dichte Anordnung an Amuletten und seine ausgeprägte Patina machen es zu einem historisch bedeutenden Artefakt des rituellen Handwerks.

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