Ein schlanker Stab von etwa 200 cm aus der Chefferie Mayap im Sultanat Foumban, Kamerun. Ein dunkler Holzschaft trägt ein blattförmiges Metallblatt, darunter eine offene Schlaufe.
1. Form und Ausführung
Der Stab lebt von seiner Länge und seiner Zurückhaltung. Oben läuft ein breites, blattförmiges Blatt in eine Spitze aus. Darunter verengt sich das Metall zu einem kurzen Hals und öffnet sich zu einer rautenförmigen Schlaufe, bevor es im Schaft verschwindet. Der Schaft selbst ist ein langes, schlankes, leicht unregelmäßiges Stück dunkles Holz. An mehreren Stellen ist er mit feinem Draht oder Faden umwickelt, am unteren Ende ist er heller und rauer, dort ist das Holz weniger fein bearbeitet.
2. Gebrauch und Kontext
Der Sammlungskatalog beschreibt das Stück als Würdenstab eines Chefs aus der Chefferie Mayap, einer der bedeutendsten im Sultanat Foumban. Solche Objekte, so heißt es dort, ließen die Chefs anfertigen, um ihren Reichtum und ihre Macht nach außen zu zeigen. Sie standen meist in der Nähe des Throns im Audienzraum und wurden nie zum Rauchen benutzt. Die Kriegerlanze am Schaft ist selbst ein Zeichen der Macht.
3. Oberfläche
Der Schaft hat eine tiefbraune, leicht glänzende Oberfläche, die Umwicklungen zeichnen sich als feinere, hellere Bänder ab. Das Metallblatt ist dunkel und matt, mit leichter Fleckung.
Zusammenfassung
Ein hoher, klar gezeichneter Bamum-Stab, dessen Lanzenblatt nach dem Sammlungskatalog den Rang des Chefs anzeigt, dessen Audienzraum er ausstattete.
KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

Maske (mit Perlen bedeckt - Muscheln auf Stoff)

Prestige-Rohrkopf

Seltenes Reibungsinstrument
