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Notizen

Ein markant geschnitzter Holzhocker mit runder Sitzfläche und dickem Rand, getragen von einem Kranz aus etwa acht stehenden menschlichen Figuren, die in leicht versetzter Höhe auf einem runden Sockel stehen. Die Figuren tragen gemusterte Kappen und zeigen Gebrauchsspuren.

1. Ästhetischer Stil und Karyatidenstütze

Dieser königliche Hocker, der der Chefferie Malin zugeschrieben wird, weist die klassische Karyatidenstruktur der Grassfields-Region auf. Die Gestaltung zeichnet sich durch die Anordnung der tragenden Figuren aus, die in einer gestaffelten, höhenversetzten Komposition um die zentrale Achse herum geschnitzt sind. Diese Figuren mit großen, runden Augen und fein eingeritzten Kappen könnten die Untertanen und Vorfahren des Clans darstellen, die symbolisch die Last des Häuptlings und des Königreichs tragen. Der Durchbruch zwischen den Figuren verleiht dem Hocker eine rhythmische, fast architektonische Wirkung, im Kontrast zu der glatten, dunklen Sitzfläche und dem Sockel.

2. Funktion und die Währung der Macht

Nach dem Sammlungskatalog waren die Figuren, die die Sitzfläche tragen, teilweise mit Blech beschlagen, um böse Einflüsse vom sitzenden Häuptling fernzuhalten. Stammesangehörige, die dem Häuptling gute Dienste erwiesen, wurden mit einem kleinen Stück des Blechs belohnt, weshalb ein Großteil davon verloren ist. Die Beschenkten trugen das Blechstück in einem Lederbeutel als Schutz vor allem Bösen. Heute ist an den Figuren kein Beschlag deutlich zu erkennen.

3. Patina und Oberfläche

Der Hocker weist eine satte, dunkle Patina auf Sitzfläche und Sockel auf, was auf intensive, lang anhaltende Nutzung hindeutet. Die Figuren zeigen eine dunklere, trockenere Oberfläche mit kleinen Kratzern und Fehlstellen; an den erhabenen Kanten von Kappen, Gesichtern und Schultern ist das Holz durch Berührung geglättet.

Zusammenfassung

Dieser Hocker ist ein schönes Beispiel für die Karyatidengestaltung der Grassfields und zeigt, wie königliche Macht mit verdienten Untertanen geteilt wurde. Sein Kranz aus Figuren, einst teilweise beschlagen, bewahrt die Erinnerung an die Gunst des Häuptlings von Malin.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

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