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Notizen

BAMUM Ornate Prestige Pipe Bowl (Terrakotta, Paare mit Stab 054 - Mayap Chiefdom)

Ein massiver, stark verzierter Pfeifenkopf aus Terrakotta (zur Befestigung am 200 cm langen Stab von Artikel 054), der vollständig mit tief modellierten, hochreliefierten geometrischen Mustern und zoomorphen Formen bedeckt ist.

1. Ästhetischer Stil und Terrakotta-Meisterschaft

Dieser kolossale Terrakotta-Pfeifenkopf aus dem Mayap-Häuptlingstum ordnet sich in die anspruchsvolle Tonmodellierung der Grassfields ein. Die Gestaltung spiegelt das Prinzip des „horror vacui“ wider, indem sie nahezu die gesamte Oberfläche mit hochreliefartigen Motiven bedeckt. Die schiere Größe und das Gewicht der Tonstruktur, die sorgfältig gebrannt werden musste, um Risse zu vermeiden, sprechen für ein hohes technisches Können. Die Integration komplexer geometrischer Muster und zoomorpher Symbole verleiht dem Objekt eine ausgeprägte visuelle Präsenz.

2. Rituelle Funktion und die Darstellung beim Ngoun-Fest

Nach Berichten lokaler Historiker waren Pfeifen dieser extremen Größe und dieses Gewichts wohl nicht zum praktischen Rauchen bestimmt. Sie gelten als Prestigeobjekte, die den Reichtum des Häuptlings sichtbar machen sollten ("Wohlhabenheit"). Ihre Hauptfunktion lag Berichten zufolge im Rahmen des großen Ngoun-Festes, das alle zwei Jahre in Foumban stattfand. Die Diener des Häuptlings transportierten diese massive Pfeife von der örtlichen Schatzkammer zum Hof des Sultans und stellten sie als weithin sichtbares Zeichen für die Ressourcen, die Macht und den Rang des Mayap-Häuptlings innerhalb des größeren Königreichs auf.

3. Patina, Materialverwitterung und Altersnachweis

Die gebrannte Terrakotta weist eine tiefe, erdige Patina auf, die in den tiefen Ritzen des Reliefs nachdunkelt und mit einer jahrzehntelangen Lagerung in Innenräumen vereinbar ist. Es gibt keine Anzeichen von innerer Verkohlung oder Hitzestress durch Tabak, was die Annahme stützt, dass es sich um ein nicht-funktionales Ausstellungsstück handelt. Die kleinen, altersbedingten Randabschürfungen an den Hochrelief-Elementen sind mit einem regelmäßigen Transport zur königlichen Ausstellung vereinbar.

Zusammenfassung

Dieser massive Pfeifenkopf aus Terrakotta gilt als ein bemerkenswertes Zeugnis keramischer Technik und repräsentativer Selbstdarstellung. Er dürfte als zeremonielles Objekt im Kontext des Bamum-Königreichs gedient haben, um den Status des Mayap-Häuptlings zu unterstreichen.

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