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Notizen

BAMUM Beaded Side-Figure (Perlenbeistellfigur - Mabouo Chiefdom)

Eine kleine, sitzende Holzfigur, die vollständig von einer dichten "Haut" aus leuchtend bunten Glasperlen umhüllt ist. Das Perlenwerk formt sorgfältig die Gesichtszüge, die Gliedmaßen und einen kleinen Gegenstand, der an der Brust der Figur gehalten wird.

1. Ästhetischer Stil und die Haut aus Glas

Dieses Stück aus dem Mabouo-Häuptlingstum steht exemplarisch für die aufwendige Perlenstickerei der Grassfields, bei der die darunter liegende Holzschnitzerei als Träger für ein polychromes Mosaik dient. Die Aufbringung der Perlen ist sehr präzise ausgeführt, wobei verschiedene Farben verwendet werden, um die Augen, den Mund und die Strukturebenen des Körpers zu umreißen, was der Figur eine ausdrucksstarke Präsenz verleiht. Die Dichte der importierten Glasperlen – historisch eine wertvolle und kontrollierte Ware – verleiht der kleinen Skulptur eine besondere visuelle Wertigkeit.

2. Rituelle Funktion und der Schmuck der Macht

Im Gegensatz zu Opferfetischen oder Ahnengefäßen hatte diese Perlenfigur keine tiefe, okkulte Funktion; ihr Zweck wird in der Literatur oft als primär deklarativ beschrieben. Sie hatte die Funktion einer "Schaufigur" (Hornek: "Beistellfigur"). Bei großen Festen, königlichen Audienzen und öffentlichen Zeremonien wurde diese Figur in der Nähe des Häuptlings aufgestellt. Ihre Anwesenheit diente dazu, das Ritual zu "schmücken" und den Reichtum und die gesellschaftliche Stellung des Häuptlings anschaulich zu machen. Sie gilt als Statussymbol, das nahelegt, dass der Häuptling über die nötigen Mittel verfügte, um sowohl geschickte Schnitzer als auch erfahrene Perlensticker zu beschäftigen.

3. Patina, Materialverwitterung und Altersindikatoren

Die Perlen weisen Altersspuren auf, mit subtilen Farbabweichungen, die mit einer Licht- und Sonneneinstrahlung bei Festen im Freien vereinbar sind. Die organischen Fäden, die die Perlen mit dem Holzkern verbinden, sind stark ausgetrocknet, und an einigen Stellen hat sich die Spannung des Fadens gelockert, so dass sich die Perlenreihen leicht bewegen – ein Zustand, der für historische Perlenarbeiten charakteristisch ist. Der Sockel der Figur weist glatte, dunkle Abnutzungsspuren auf, die auf ein wiederholtes Abstellen auf verschiedenen Oberflächen hindeuten.

Zusammenfassung

Diese Perlenfigur ist ein anschauliches Beispiel für die wirtschaftliche Repräsentation und die künstlerische Tradition der Bamum. Sie wird mit königlichen Zeremonien assoziiert und verweist auf den Status und das Prestige des Mabouo-Häuptlings.

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