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Notizen

Eine gegossene Zeremonienglocke aus Messing, 55 cm hoch, aus der Chefferie Mayap im Sultanat Foumban, Kamerun. Ein menschlicher Kopf mit offenem Mund bekrönt die Glocke, ihr Hals ist mit rotem Stoff umwickelt.

1. Form

Der Glockenkörper schwingt nach unten zu einem hohen Kegel aus. Seine Oberfläche ist blankes Metall und trägt eine senkrechte Reihe kleiner Gesichtsmedaillons sowie durchbrochene Partien. Darüber ist der Hals fest mit dickem rotem Stoff umwickelt, der als langes Band bis unter den Fuß herabhängt. Oben sitzt ein menschlicher Kopf mit kräftig modellierten Zügen und offenem Mund.

2. Gebrauch und Kontext

Der Sammlungskatalog beschreibt eine eng verwandte Glocke aus derselben Chefferie. Obwohl die Bewohner von Mayap Bamum sind, zeigen die Gesichter solcher Glocken den Einfluss der benachbarten Tikar. Der Katalog hält es durchaus für möglich, dass die Glocken von Tikar gegossen wurden, die den Guss weit stärker entwickelt hatten. Bei ganz besonderen Anlässen ging ein Diener dem Chef voran und schlug die Glocke mit einem Holzstab.

3. Oberfläche

Das Metall ist dunkel, mit grünlichen Tönen in den Vertiefungen des Gusses. Der rote Stoff hat seine Farbe bewahrt und zeigt etwas Staub und leichte Ausfransungen.

Zusammenfassung

Eine Bamum-Zeremonienglocke aus Mayap, die bei besonderen Anlässen vor dem Chef geschlagen wurde.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

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