Eine dunkle Holzmaske aus der Chefferie Kounden im Sultanat Foumban, Kamerun, etwa 50 cm hoch. Das rundäugige Gesicht trägt zwei gebogene Hauer am Mund, auf den geschwungenen Hörnern darüber sitzen zwei kleine Tiere.
1. Form und Schnitzerei
Das Gesicht ist breit und kräftig modelliert. Große runde Augen liegen in erhabenen, konzentrischen Rändern, die Nase ist ein dicker Grat mit gerundeter Spitze, und die Wangen wölben sich zu beiden Seiten des Mundes zu vollen Wülsten. In Brauenhöhe stehen spitze Ohren seitlich ab. Zwei gebogene Hauer schwingen von den Mundwinkeln nach unten und rahmen das Kinn. Über der Stirn erheben sich zwei gekrümmte Hörner, auf jedem ist ein kleines, kauerndes Tier mit spitzer Schnauze geschnitzt. In der Sammlung ist das Stück als Mistkäfermaske verzeichnet.
2. Gebrauch und Kontext
Laut Sammlungskatalog veranschaulicht die Maske die Vorstellung, dass sich ein Mensch in ein anderes kraftvolles, wehrhaftes und weises Wesen verwandeln kann. Der Katalog hält fest, dass der Glaube an eine solche Verwandlung in allen Schichten der Bevölkerung verbreitet ist, nicht nur bei den Völkern des Graslandes, und dass Rituale, die den Wechsel vom Menschen zum Tier feiern, noch heute regelmäßig stattfinden.
3. Oberfläche
Das Holz ist dunkelbraun, in den Vertiefungen um die Augen und entlang der Hörner haben sich rötliche, erdige Rückstände gesammelt. Wangen, Nase und Hauer sind glatter und etwas glänzender. Auf der Stirn sind feine Kratzer zu erkennen.
Zusammenfassung
Eine dunkle Bamum-Maske aus Kounden mit runden Augen, geschwollenen Wangen und gebogenen Hauern, über der zwei Hörner je ein kleines Tier tragen.
KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

Maske (mit Perlen bedeckt - Muscheln auf Stoff)

Prestige-Rohrkopf

Seltenes Reibungsinstrument
