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Notizen

Ein Reliquiar aus der Chefferie Tam Mayoh, Mabouo, im Sultanat Foumban, Kamerun. Drei mit Flechtbändern überzogene Figuren stehen und sitzen nebeneinander vor einem Stangengestell.

1. Form und Aufbau

Die drei Figuren stehen frei, sind aus Holz geschnitzt und mit einer Haut aus fein geflochtenen Streifen überzogen. Die geschnitzten Köpfe haben große, weiß gerandete Augen. Die linke Figur trägt eine Kappe und hält in jeder Hand ein Gerät. Die mittlere mit gepunkteter Kopfbedeckung hält eine Kalebasse im Schoß und sitzt vor einem quadratischen Flechtkorb mit zwei bemalten Vögeln. Die rechte Figur hält einen langen Gegenstand an die Brust.

Dahinter verläuft ein Gitter aus nebeneinander gebundenen runden Stangen. Daran hängen mit Perlen besetzte Vogelformen, zwei große zwischen den Figuren und mehrere kleinere an den Seiten und unten. Die Stangen tragen Farbflecken und -streifen.

2. Gebrauch und Kontext

Laut Sammlungskatalog zeigt die Darstellung höchstwahrscheinlich bedeutende Ahnen. Das Reliquiar diente dazu, sie zu verehren, symbolisch Kontakt mit ihnen aufzunehmen und sie gnädig zu stimmen. Da die Ahnen das irdische Leben bestimmen, ist es beinahe Pflicht, sie vor wichtigen Entscheidungen um Rat zu fragen, und ihre Antwort ist zu befolgen. Mit passenden Opfergaben hält man sie bei Laune.

3. Oberfläche

Die Flechthaut ist dunkel und verkrustet. Die Gesichter sind glatter, in warmem Braun mit Farbspuren.

Zusammenfassung

Ein Reliquiar aus drei geflochtenen Figuren, Perlenvögeln und einem Korb, errichtet zur Verehrung und Besänftigung der Ahnen.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

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