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Notizen

Ein Paar gegossener Bronzefiguren aus dem Magbet-Häuptlingstum, im dortigen Sprachgebrauch Königin und König genannt. Das Foto zeigt eine der beiden Figuren: eine sitzende, bewaffnete Gestalt mit erhobenem Arm.

1. Form und Guss

Die abgebildete Figur sitzt im Schneidersitz auf einem runden Hocker mit durchbrochenem Sockel aus winkelförmigen Streben. Sie trägt eine durchbrochene, kronenartige Kappe und einen Bart, dazu einen breiten, durchbrochenen Kragen mit kleinen Figuren. Ein Arm ist erhoben, am Handgelenk sitzt ein Perlenreif. Die andere Hand hält eine große, blattförmige Klinge mit ringförmigem Ende und hornartigen Fortsätzen. Neben dem Knie steht eine kleine Figur auf dem Hocker, dahinter liegt eine strukturierte, schuppenartig gemusterte Form. Gesicht, Oberkörper und Glieder sind glatt, während Kragen, Bart, Schurz und die Hockerplatte feine, eingravierte und erhabene Details tragen.

2. Bedeutung und Rolle

Nach dem Sammlungskatalog sind diese im dortigen Sprachgebrauch als Königin und König bezeichneten Bronzefiguren einerseits als Prestigeobjekte, andererseits als rituell bedeutsame Ahnenfiguren einzuordnen. Die sogenannte Königin wird mit zwei Kindern in den Armen als Symbol der Fruchtbarkeit dargestellt, der sogenannte König als tapferer, alles besiegender Krieger. Beide sollen eine Vorbildwirkung für den gesamten Clan haben. Das Foto zeigt nur eine Figur des Paares, die bewaffnete, was der Beschreibung des Königs im Katalog entspricht.

3. Oberfläche und Gebrauchsspuren

Die Bronze hat eine warme, kupferbraune Oberfläche, an den erhabenen Stellen poliert, mit grünbraunen Ablagerungen in den Vertiefungen von Kragen, Schurz und Hocker.

Zusammenfassung

Ein bronzenes Ahnenpaar aus dem Magbet-Häuptlingstum, gedacht als Prestigeobjekte und als Vorbilder für Fruchtbarkeit und Tapferkeit des Clans.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

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