Zum Inhalt
Notizen

Ein geschnitzter Holzhocker mit tief geschwungenem, sattelförmigem Sitz aus dem Tam-Mayoh-Häuptlingstum. Zwei stehende Figuren tragen den Sitz, eingerahmt von Feldern aus verflochtenem Gitterwerk.

1. Form und Schnitzerei

Der Sitz ist tief ausgehöhlt und von einer Borte aus kaurischneckenförmigen Motiven gesäumt, die Enden sind durchbrochen gearbeitet. Darunter tragen zwei stehende Figuren mit hohem, gittermustergeschmücktem Kopfputz den Sitz auf ihren erhobenen Armen. Zwischen und neben ihnen liegen Felder aus geflochtenem, durchbrochenem Gitterwerk, und der ovale Sockel ist von einem geflochtenen Band umfasst. Die weite Wölbung des Sitzes ist glatt und ruhig, im Gegensatz zum dicht geschnitzten, offenen Sockel.

2. Rang und Zusammenhang

Nach dem Sammlungskatalog sitzen die hohen Beamten, die den Clanchef beraten, die sogenannten Notabeln, auf eigenen Hockern. Höhe und Größe des Hockers weisen auf die Bedeutung seines Benutzers hin. Hier deuten die Größe, aber auch die aufwendig geschnitzten Figuren und Ornamente auf ein wichtiges Mitglied der Clangesellschaft hin.

3. Oberfläche und Gebrauchsspuren

Das Holz ist mittelbraun, der Sitz dunkler und glatt. An den durchbrochenen Rändern gibt es kleine Löcher und Fehlstellen. In den Vertiefungen des Sockels hat sich feiner Staub gesammelt.

Zusammenfassung

Ein geschnitzter Hocker für einen Notabeln, mit sattelförmigem Sitz, den zwei stehende Figuren zwischen Gitterfeldern tragen.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

Weitere Werke der Sammlung