BAMUM Antilopenmaske (Oku-Stil von Fai Mankoh Njong - Imam Amidou Kouandou Legacy)
Eine elegante, dunkle Holzmaske, die einen langgestreckten Antilopenkopf darstellt. Die Ästhetik wird durch die geschwungenen Linien bestimmt, die eine lange, spitz zulaufende Schnauze und zwei gebogene, nach hinten gerichtete Hörner aufweisen.
1. Ästhetischer Stil und der Einfluss des Schnitzmeisters
Obwohl sie den Bamum zugeschrieben wird, legt die geschwungene, langgestreckte Eleganz dieser Maske einen stilistischen Einfluss aus der benachbarten Oku-Region nahe. Wie der Kurator feststellt, weist diese Maske ästhetische Merkmale auf, die eine Zuschreibung an den Schnitzer Fai Mankoh Njong stützen. Anstelle der für die Bamum-Kunst typischen schweren, wulstigen Volumina zeigt diese Arbeit fließende, stromlinienförmige Kurven, um die Dynamik der Antilope einzufangen. Der harmonische Übergang von der Spitze der Schnauze zum Scheitelpunkt der Hörner verweist auf eine hochentwickelte zoomorphe Abstraktion der Grassfields-Kunst.
2. Rituelle Funktion und das Erbe des Imams
In der rituellen Praxis der Grassfields symbolisiert die Antilope Schnelligkeit, Anmut und landwirtschaftliche Fruchtbarkeit. Ein bedeutender Aspekt dieses Objekts ist seine dokumentierte Herkunft: Es gehörte zum Nachlass des verstorbenen Großimams von Foumban, Amidou Kouandou (gest. 2014). Die Tatsache, dass ein hochrangiger islamischer Geistlicher eine traditionelle Maske aufbewahrt hat, unterstreicht die komplexe, synkretistische Natur der Bamum-Elitegesellschaft. Die enge persönliche Beziehung des Imams zu dem Oku-Schnitzer Fai Mankoh ermöglichte ihm den Erwerb dieses raffinierten, säkularen Objekts, was zeigt, dass die Wertschätzung der Kunst im Sultanat häufig über die strengen religiösen Grenzen hinausging.
3. Patina, Materialverwitterung und Altersnachweis
Das Holz ist von einer ausgeprägten, schokoladenbraunen Patina überzogen. Der Glanz auf den geschwungenen Hörnern und dem Mündungsrücken ist mit einer langjährigen Handhabung und der natürlichen Übertragung von Hautfetten vereinbar. Das Innere der Maske weist geglättete Abnutzungsspuren auf, was darauf hindeutet, dass die Maske, bevor sie Teil der Privatsammlung des Imams wurde, im rituellen Kontext genutzt wurde.
Zusammenfassung
Diese elegante Antilopenmaske zeigt ein schwungvolles, zoomorphes Design, das stilistisch mit dem Oku-Schnitzer Fai Mankoh Njong verbunden wird. Verwahrt im Nachlass des Großimams von Foumban, bietet sie ein bemerkenswertes Zeugnis für die religionsübergreifende Wertschätzung der Kunst im Kameruner Grasland.

Maske (mit Perlen bedeckt - Muscheln auf Stoff)

Prestige-Rohrkopf

Seltenes Reibungsinstrument
