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Notizen

MOSSI Karan-Wemba Maske (Paar, 134 cm)

Diese hoch aufragenden Holzmasken bestehen aus einer hohlen, ovalen Gesichtsplatte, die von einem unglaublich hohen, vertikalen Aufbau überragt wird, der wiederum von einer eleganten, stehenden Frauenfigur gekrönt wird. Das Holz ist trocken und verwittert, mit Resten von Kaolin-Ton, geometrischen Einschnitten und natürlicher Austrocknung.

1. Ästhetischer Stil und regionale Eigenheiten

Der aus der nördlichen Yatenga-Region in Burkina Faso stammende Mossi Karan-Wemba ist ein Meisterwerk der vertikalen Architektur. Das Design erfordert eine enorme Kunstfertigkeit, um die zylindrische Gesichtsmaske aus einem einzigen Stück Holz zu schnitzen und ein Gleichgewicht zwischen der aufsteigenden, geometrischen Planke, die als Sockel für die weibliche Figur an der Spitze dient, herzustellen. Die rhythmischen, eingeschnittenen geometrischen Muster, die den Aufbau hinauflaufen, sind zutiefst mandeischen Ursprungs und wurden entworfen, um die Sonne einzufangen und optische Vibrationen während der Aufführung der Tänzerin zu erzeugen.

2. Rituelle Funktion und Geheimbund-Kontext

Die Maske ist eine tiefgründige Hommage an die Wemba - eine ältere Frau, die ihren Ehemann überlebt hat und auf den väterlichen Hof zurückgekehrt ist, wo sie einen verehrten Status erreicht hat, der dem eines männlichen Ältesten gleichkommt. Nach ihrem Tod wird sie zu einer lebenden Vorfahrin erhoben. Die Maske wird bei ihrer Beerdigung und den anschließenden landwirtschaftlichen Festen von männlichen Eingeweihten getanzt. Die hoch aufragende Höhe verbindet die Erde mit dem Himmel, während die weibliche Figur auf der Spitze die Seele der Wemba darstellt und sicherstellt, dass sie weiterhin Segen, Regen und Fruchtbarkeit auf ihr Geschlecht regnen lässt.

3. Physische Patina und Altersnachweis

Die Oberflächen beider Masken weisen die authentischen Abnutzungserscheinungen des zeremoniellen Gebrauchs im frühen 20. Jahrhundert auf. Das Holz ist stark ausgetrocknet und weist entlang der Mittelachsen natürliche Risse auf. Die kräftigen weißen, roten und schwarzen Pigmente (oft aus Kaolin, Ocker und zerstoßenen Samenkapseln) sind größtenteils verblasst und abgeblättert, so dass ein trockener, geisterhafter Rückstand in der Maserung zurückgeblieben ist. Die Innenseite der Gesichtsplatten weist glatte, dunkle Abnutzungsspuren auf, wo sie an den verschwitzten Gesichtern der Tänzerinnen und Tänzer gerieben wurden.

Zusammenfassung

Diese hoch aufragenden Karan-Wemba-Masken sind beeindruckende Beispiele für die vertikale Skulptur der Mossi und die matrilineare Ehre. Ihre atemberaubende architektonische Ausgewogenheit und ihre authentische, stark verwitterte zeremonielle Patina machen sie zu monumentalen Stücken des burkinischen Kulturerbes.

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