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Notizen

DOGON Abstrakter menschlicher Altarstab GOBO mit kletterndem Nommo (Verlag "DOGON", 19. Jh., 84 cm)

Dieser hoch aufragende, 84 cm lange Stab weist an seiner Spitze eine U-förmige, dreizackige Dreizackfigur und ein sehr ausgeprägtes, nach unten gebogenes Paar hakenartiger Beine oder Anhängsel auf, die den mittleren Schaft festhalten. Das Eisen ist mit einer stark strukturierten, alten Erdkruste überzogen.

1. Ästhetischer Stil - Zweiachsiges Schmieden und komplexe Abstraktion

Dieser monumentale Stab vereint auf brillante Weise mehrere Dogon-Motive zu einer einzigen, überragenden Erzählung. An der Spitze findet sich die klassische Form des Dreizacks - die erhobenen Arme umrahmen einen abstrakten Kopf, der den Himmel anfleht. Der Schmied fügte jedoch auf halber Höhe des Schafts ein hochkomplexes sekundäres Element hinzu: zwei schlangenförmige "Beine" oder Haken, die sich eng um die Eisenstange winden. Dies impliziert, dass die Figur aktiv aufsteigt oder absteigt und die Nommo darstellt, die sich auf ihrer mythischen Arche zwischen der himmlischen und der irdischen Ebene bewegen.

2. Rituelle Funktion - Das Herzstück des Heiligtums des Paramount

Mit seinen 84 Zentimetern ist dieser Stab aufgrund seiner Größe und Komplexität der zentrale, überragende Anker eines großen Binu-Heiligtums. Die doppelte Funktionalität des Objekts ist tiefgreifend: Der obere Dreizack reicht in den Himmel, um den lebensspendenden Regen herabzuziehen, während die unteren Haken defensiv wirken und die Hexerei abfangen und neutralisieren, bevor sie die Erde erreichen kann. Es handelt sich um ein umfassendes Stück spiritueller Architektur, das alle Bereiche der Dogon-Kosmologie beherrscht.

3. Physische Patina - Starke Mineralisierung und archivarische Bedeutung

Das Alter dieses Stabes ist tief in seine Oberfläche eingeschrieben. Das Eisen ist mit einer schweren, dicken Kruste aus Cuprit, Schmutz und oxidiertem Eisen überzogen, die die ursprünglichen Hammerschläge verdeckt. Diese körnige Textur bestätigt, dass der Stab weit über ein Jahrhundert lang senkrecht in einer feuchten, rituell aktiven Schreinumgebung stand und unzählige Opfertränke empfangen hat. Die Dokumentation im "DOGON"-Katalog bewahrt seinen Status als unberührtes Meisterwerk der malischen Schmiedekunst für den Erstgebrauch.

Zusammenfassung

Dieser Stab, ein überragendes Herzstück der spirituellen Architektur der Dogon, zeigt eine kletternde Nommo-Figur, die gleichzeitig den Himmel anfleht und die Erde beschützt. Seine starke, dicke Mineralisierung ist ein unwiderlegbarer Beweis für seine Herkunft aus einem Heiligtum aus dem 19.

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