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Notizen

DOGON Paar tierische abstrakte Altarschlangenfiguren (Verlag "DOGON", 19. Jh., 6/7 cm)

Dieses Paar Miniatur-Eisenskulpturen stellt zwei stilisierte, gewellte Schlangen mit abgeflachten, kobraähnlichen Hauben und erhobenen Köpfen dar, die auf einem einzigen Ausstellungsblock montiert sind. Das Metall ist dick mit einer trockenen, brüchigen Kruste aus tiefbraunem und orangefarbenem Rost.

1. Ästhetischer Stil - Serpentinen-Dualismus und minimalistische Schmiedekunst

Diese beiden Miniaturfiguren zeigen die Meisterschaft der Dogon, biologische Bewegung in starrem Metall einzufangen. Die Schmiede haben das Eisen zu wellenförmigen Formen geschmiedet und die Köpfe abgeflacht, um an die bedrohlichen, ausladenden Hauben von Kobras zu erinnern. Die Entscheidung, sie als Paar darzustellen, ist von großer Bedeutung: In der Dogon-Kosmologie sind Dualität und Zwillingsschaft die grundlegenden Ordnungsprinzipien des Universums. Diese Zwillingsschlangen stellen visuell die perfekte, ausgewogene Dualität der Nommo (der ursprünglichen, amphibischen Zwillingsschöpfer) dar.

2. Rituelle Funktion - Divinationsamulette und der Kult der Lebe

Aufgrund ihrer winzigen Größe (6 und 7 cm) waren diese Schlangen keine öffentlichen architektonischen Ankerpunkte. Sie waren intime, sehr geheimnisvolle persönliche Amulette. Im Dogon-Mythos wurde der oberste Ahnherr Lebe nach seinem Tod in eine Riesenschlange verwandelt, die zum ultimativen Symbol der Wiederauferstehung und der Fruchtbarkeit der Erde wurde. Ein Wahrsager oder Hogon bewahrte diese eisernen Zwillingsschlangen in einem Lederbeutel auf und legte sie während seiner Beratungen auf einen privaten Altar, um die Auferstehungskraft und die tiefe irdische Weisheit von Lebe zu beschwören.

3. Physikalische Patina - Tiefgreifende Oxidation und angepasste Patina

Die Echtheit dieses Paares als Originalset wird durch die identische Patinierung bestätigt. Beide Eisenschlangen sind von genau derselben trockenen, brüchigen, orange-braunen Rostkruste umgeben. Diese starke, körnige Oxidation beweist, dass sie zusammen aufbewahrt wurden und im Laufe des 19. Jahrhunderts der gleichen Umweltfeuchtigkeit und den rituellen Trankopfern eines bestimmten Schreins ausgesetzt waren. Ihre Veröffentlichung im "DOGON"-Katalog sichert ihren Status als verifizierte, unberührte Artefakte.

Zusammenfassung

Diese Zwillingsschlangen aus Eisen, die den flüssigen Schlag der Kobra einfangen, sind starke Miniaturdarstellungen des Dogon-Mythos von Lebe. Ihre identischen, schweren Rostkrusten weisen sie als ein zusammengehöriges Paar von Talismanen aus dem 19. Jahrhundert aus.

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